Generalanzeiger am 04.08.2015

Mehr als nur Bestandssicherung
Bachem hat wieder einen Kapellenverein

wbeBACHEM. Reinhold Kurth ist neuer Vorsitzender. 16 Gründungsmitglieder zeichneten die Satzung.
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Engagieren sich im Kapellenverein (v.l.n.r.): Bernd Walther, Reinhold Kurth, Nicole
Persie und Peter Dörrenbächer. Foto: Martin Gausmann

Drei Kapellen stehen in Bachem: die Sankt-Anna-, die Lourdes- und die Leonhardus-Kapelle. Damit das auch in Zukunft so bleibt, wurde jetzt der Kapellenverein gegründet. Einen solchen Verein hatte es früher schon einmal gegeben, jetzt folgte eine Neugründung. „Die drei Kapellen sind Kleinode, die es zu erhalten gilt“, meinte mit Bernd Walther eines der 16 Gründungs-mitglieder. Er übernahm sogleich das Vorstandsamt des Schriftführers.
Drei Jahre Amtszeit

Pastor Peter Dörrenbächer moderierte die Gründungsversammlung. Er hatte zusammen mit Ortsvorsteher Georg Schikowski eingeladen und alles vorbereitet. Schikowski konnte den Termin allerdings nicht wahrnehmen, er hielt sich nicht vor Ort auf. Dafür war Reinhold Kurth mit im Boot, der bei der Vorbereitung der Sitzung tatkräftig unterstützt hatte. Ihn wählten die Mitglieder im Laufe des Abends einstimmig zum Vorsitzenden. Das dritte zu wählende Vorstandsamt, nämlich das der Kassiererin, wurde Nicole Persie zuteil. Alle drei Vorstands-mitglieder wurden für die Dauer von drei Jahren gewählt. Ebenfalls dem Vorstand angehören werden als geborene Mitglieder zwei Vertreter der für Bachem zuständigen katholischen Pfarrei, die die entsprechenden Gremien entsenden werden. Wer das sein wird, steht noch nicht fest. Gewählt wurden aber zwei Kassenprüfer, das Amt übernehmen Liesel Gering und Heinz Kurth. Die Notwendigkeit, einen Kapellenverein ins Leben zu rufen, ist in erster Linie finanziellen Anforderungen geschuldet. Pastor Dörrenbächer zeichnete die Entwicklung in der katholischen Kirche der vorigen Jahre auf. So gab es früher vom Bistum Bedarfszuweisungen mit klar formulierten Beträgen für den Unterhalt der Kirchen und Kapellen jeder Pfarrei. Da waren beispielsweise alljährlich Zuschüsse bis zu 2500 Euro für die Sankt-Anna-Kapelle bei. Als im Jahr 2011 die Pfarreiengemeinschaften entwickelt wurden, wurden aus den  Bedarfs-zuweisungen Schlüsselzuweisungen, ohne klar definierte Beträge für die jeweiligen Kostenverursacher und in der Summe geringer, als zuvor. Direkt zuzuordnende Einnahmen der jeweiligen Gotteshäuser definierten sich nun in erster Linie aus den Geldern in den Opferstöcken und den Kollekten der Messen, die in Bachem nicht allzu häufig stattfinden. Diese Gelder werden übrigens auch künftig der Pfarrei zufließen und nicht dem Kapellenverein. Dafür dürfte auf den Kapellenverein neben der Sicherung des Bestandes der Kapellen ein weiterer zu stemmender Brocken zukommen: die jüngst erfolgte Sanierung der Sankt-Anna-Kapelle kostete statt der veranschlagten 90 000 Euro rund 9000 Euro mehr. Ausgaben, die die Pfarrei nun vor sich herschiebt. Da ist die Erneuerung der Beleuchtung, die ebenfalls ansteht, noch nicht mit eingerechnet. „Auch hier gilt es, eine Lösung zu finden“, befand der Vorsitzende Reinhold Kurth. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Kapellenverein erfolgreiche Arbeit leisten werde, zumal es bereits zahlreiche Anfragen nach Aufnahmeformularen gebe.
Auf die Mitglieder kommt ein Jahresbetrag von mindestens 24 Euro zu: Wer mehr geben möchte, kann dies gerne tun. Juristische Personen zahlen mindestens 48 Euro im Jahr.
Nach Abschluss aller Gründungsformalitäten werden die Beiträge im März kommenden Jahres erstmals eingezogen, dann kann die Unterstützung beginnen. Ob der neue Verein dann auch die Einnahmen des Kapellenfestes im kommenden Mai erhalten kann, soll in den Gremien der Pfarrei beraten und entschieden werden, so Pastor Dörrenbächer.
Artikel vom 04.08.2015

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